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| Käsepflege Roboter: |
| Was braucht es, um einen guten Käse herzustellen? |
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| Erstklassige Rohstoffe, sorgfältige Pflege und sicher ein paar Geheimnisse des Kellermeisters in der Käserei bestimmen die Qualität und den guten Geschmack der Käse. Weil eine rationelle Herstellung und hohe Qualitätsanforderungen auch maschinelle Unterstützung im Reifekeller erfordert prägen dort nicht nur Salzwasserbäder und Bürsten, sondern auch teil- oder vollautomatische Anlagen mit hochdynamischer Antriebstechnik das Bild.
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Bereits 1987 wurde bei Rino Weder AG im Schweizer Oberriet in enger Zusammenarbeit mit Käsereifungs-Spezialisten der erste Käse-Pflegeroboter entwickelt und gebaut. Zielsetzung war, die körperlich anstrengende Arbeit der Käsepflege durch Maschinen zu ersetzen und gleichzeitig durch Automation eine konstant hohe Qualität zu erreichen. Die hohen Anforderungen bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln werden hier durch das spezielle Reifeklima bei 15° Celsius und 90-prozentiger Luftfeuchtigkeit zusätzlich gesteigert. Eine besondere Herausforderung ist in dieser Umgebung die absolut zuverlässige Funktion der Pflegeanlage. Der biologische Reifeprozess im Käse kann in Störfällen nicht einfach gestoppt werden. Die Kapazitäten einer solchen Anlage, wie sie beispielsweise als Gestellroboter bei der Käserei Imlig in Oberriet installiert ist, durch Handarbeit zu überbrücken, ist nicht möglich. Immerhin wendet und bürstet dort ein Pflegeroboter je nach Auslegung bis zu 20.000 Käselaibe pro Tag praktisch mannlos. Der Schaden durch Qualitätsverlust wäre schon bei einem Tag Stillstand entsprechend gross.

Die Handhabung der Käselaibe muss trotz hoher Geschwindigkeiten erschütterungsfrei ablaufen. Je nach Grösse liegen drei bis fünf Laibe lose auf einem Holzbrett. Pro Stunde entnimmt der zwischen den Bankungen auf Schienen fahrende Gestellroboter bei voller Auslastung etwa 200 bis 250 solcher Bretter aus den sechs Meter hohen Bankungen und bringt diese wieder zurück. Damit die Käselaibe nicht verrutschen oder beschädigt werden, sorgen die Antriebe Rexroth EcoDrive mit SERCOS interface für sanfte Beschleunigungen und Verzögerungen. Die Kommunikation über SERCOS interface gewährleistet eine sichere und schnelle Datenübertragung mit Parametrierung der Antriebe im Fünf-Millisekunden-Takt. Die Lichtwellenleiter-Technologie im Schaltschrank über dem Pflegemodul am Gestellroboter garantiert eine hohe EMV-Sicherheit (EMV = Elektro-Magnetische Verträglichkeit).
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