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Automation
"La Ola" in der Automatisierungstechnik
Bei der Automatisierung elektrisch angetriebener Pressen ist die Synchronisation von aufeinander folgenden Pressen und der eingesetzten Transfersysteme eine zentrale Anforderung. „Synchronlauf ermöglicht effiziente und schnelle Abläufe in der Pressenautomatisierung. Darin liegt heute der Benefit für den Anlagenbetreiber“, betont Adrian Stauffer von der Güdel AG, wenn er das neue Transfersystem roboBeam vorstellt. Die Schweizer Maschinenbauer erreichen damit außergewöhnliche Geschwindigkeiten in einem einer La-Ola-Welle gleichenden Ablauf. Außerdem bieten die darin verwendeten IndraDrive Antriebe mit hochdynamischen IndraDyn Motoren von Rexroth spezifische Sicherheitsfunktionen und Netzausfallbeherrschung.

Nach dem Fußballlexikon ist eine La-Ola-Welle ein sich wellenförmig verbreitender Ausdruck überschwappender Begeisterung. Dagegen ist für die Wissenschaft das Phänomen der Welle eine sich räumlich und zeitlich ausbreitende Störung.

Güdel
Von Störung kann allerdings nicht die Rede sein, wenn die neuen roboBeam Transfersysteme Karosserieteile zwischen elektrisch angetriebenen Pressen handeln. Dann schon eher von Begeisterung über die an eine La Ola erinnernden harmonischen Auf- und Abbewegungen der Werkstücke und Pressen. Dahinter steckt ein enormes Geschwindigkeitspotential der Transfersysteme, verbunden mit einer exakten Synchronisierung der Pressen untereinander sowie der einzelnen roboBeam zu den jeweils vor- und nachfolgenden Pressen. „Ein entscheidender Vorteil ist, wenn sowohl die roboBeam als auch die Pressen mit anwendungsoptimierter Antriebstechnik von Rexroth ausgestattet sind“, so Dipl. Masch. Ing. HTL Adrian Stauffer, Manager Engineering Operations bei Güdel.

IndraDrive Antriebe mit hochdynamischen IndraDyn Motoren ermöglichen den Transfers horizontale Geschwindigkeiten bis acht Meter pro Sekunde und Beschleunigungen bis zu vier G (40 m/s2). Ihre Anbindung an die übergeordnete Steuerung erfolgt über SERCOS-Schnittstelle. Mit den in Hard- und Software kompletten Antrieben stellen die Transfersysteme standardisierte Lösungen dar.

Die hohen Geschwindigkeiten der Transfersysteme werden genutzt, um das Einlegen der Werkstücke in – beziehungsweise deren Entnahme aus den Pressen zu beschleunigen. Denn Ziel jeder Pressenautomatisierung ist ein effizienter Fertigungsablauf, d. h. kurze Zykluszeiten mit geringsten Nebenzeiten. Folglich gilt es den Pressenhub zu beschleunigen, woraus wiederum ein kurzes Zeitfenster zum Be- und Entladen entsteht. An dieser Stelle wird das Transfersystem taktbestimmend. Zwingend notwendig ist hier die Synchronisierung von Werkstücktransfer und Pressenstößel.
Eine Besonderheit der Antriebslösungen für die Pressen-Automatisierung von Rexroth ist die Netzausfallbeherrschung über Zwischenkreis-Kopplung. Bislang war eine Energiepufferung notwendig, um die Pressen bei Netzausfall in eine sichere Position fahren zu können. Mit den elektrischen Hauptantrieben von Rexroth besteht die Möglichkeit, die Energie des Pressen-Schwungrades zu nutzen.
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vollständiger Bericht Presseversion (pdf)
Produktinformation IndraDrive und IndraDyn
Güdel AG